Auf dieser Seite reflektieren wir interessante Presseresonanzen auf Aktionen, Initiativen oder Veranstaltungen der Phönix Theaterwelt.
Im Original können Sie die Artikel in den genannten Presseorganen oder auf deren Webseiten nachlesen.

Am 19. Mai 2015 veröffentliche die Mitteldeutsche Zeitung unter der Rubrik „KULTUR AUS DER REGION“ nachfolgenden Artikel

Angriff auf die Lachmuskeln

PHÖNIX THEATERWELT Kurz vor Ende der zehnten Veranstaltungssaison hat das bekannte "Zwinger-Trio" mit Tom Pauls in Wittenberg für ein volles Haus gesorgt.

VON ANDREAS BENEDIX

Wittenberg (wg)."Wir sind restlos ausverkauft", ist der Satz, den der Herr an der Abendkasse unlängst sehr oft wiederholen muss. Für Diana Pielorz, Vorsitzende des Betreibervereins der Phönix Theaterwelt Wittenberg, keine große Überraschung: "Das Zwinger-Trio aus Dresden hat bereits zweimal bei uns gastiert und jedes Mal hatten wir ein volles Haus."

Souverän durchs Programm

Groß sind auch am vorvergangenen Montag die Erwartungen des Publikums. Applaus brandet auf, als Peter Kube, Tom Pauls und Jürgen Haase die Bühne betreten. Mit dem Song "Ein Lied geht um die Welt" stimmen sie auf das Motto des Abends ein, der ganz im Zeichen von "Best of Zwinger-Trio" steht. Der erste Angriff auf die Lachmuskeln erfolgt bereits, als zwei Zuschauer zu spät erscheinen. "Technik, wir machen noch mal schnell das Saallicht an, damit die Herrschaften nicht stürzen", ist Kube, der souverän durch das Programm führt, zu vernehmen. "Woher kommt ihr denn?", will er wissen. Die Antwort "aus Eilenburg" ist für den Kabarettisten eine Steilvorlage. "Das ist ja nicht weit weg und da steckt das Wort eilen drin. Wir kommen aus Dresden und waren pünktlich", gibt er den Nachzüglern im verhaltenen sächsischen Dialekt mit auf den Weg.

Das „Zwinger-Trio“: Tom Pauls, Peter Kube und Jürgen Haase (v. l. n. r.), hier bei
einem Auftritt in Freyburg - und neulich in Wittenberg FOTO: ARCHIV/HANS-DIETER SPECK

Ein Feuerwerk des feinen sowie oftmals hintersinnigen Humors wird gezündet, als unterschiedlichste Themen aufs Korn genommen werden. Dazu gehört auch der Wandel der deutschen Sprache in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. "Als ich neulich meine Uhr vergessen hatte und eine Dame nach der Zeit fragte, wurde mir geantwortet, viertel vor zwei'. Viertel vor, ich brauch wohl nicht zu sagen, wo die herkam", kalauert Tom Pauls. Das "Neudeutsche" hat es Pauls und Kube angetan. "An Ostern" und "an Weihnachten" werden genauso karikiert, wie die zunehmenden Anglizismen. "Es heißt ja nicht mehr, ich melde mich nächste Woche im Arbeitsamt, sondern, ich habe in der Agentur für Arbeit ein Casting", spinnt Pauls den Faden weiter.

Tosender Applaus und Gelächter

Schließlich landet er bei Worten, die heute als nicht mehr zeitgemäß oder gar unerwünscht gelten. "Ich bestelle schon vorsichtshalber in der Kneipe kein Zigeunersteak mehr, sondern ein Feuerfleisch mit Migrationshintergrund", so der Kabarettist unter dem tosenden Applaus und Gelächter des Publikums. Während Kube und Pauls souverän mit rhetorischer Akrobatik glänzen, bleibt Haase weitgehend stumm. Seine vorherrschenden Ausdrucksformen sind gekonnt in Szene gesetzte Mimik und Gestik, die mitunter mehr ausdrücken als tausend Worte.

Bereichert durch gesangliche und instrumentale Darbietungen, in denen das "Zwinger-Trio" seine musikalische Virtuosität unter Beweis stellt, geht ein kurzweiliger Abend nach zweieinhalb Stunden seinem Ende entgegen. Hervorragend gelingt es den Protagonisten, auf unvorhergesehene Geschehnisse im Verlauf ihres Programms zu reagieren und Situationskomik zu erzeugen. So auch, als das Publikum das Lied "Einer geht noch, einer geht noch rein" anstimmt und damit eine weitere Zugabe fordert.

Ausblick

Erste Gäste

Mit dem Gastspiel des "Zwinger-Trios" und einem Konzert der Band "Vibravoid" ist zugleich die zehnte Veranstaltungssaison der Phönix Theaterwelt Wittenberg zu Ende gegangen. Konkrete Angaben zu Besucherzahlen konnte am Montag dieser Woche Diana Pielorz vom Betreiberverein noch keine machen. Über die Saison sagte sie aber gegenüber der MZ, dass sie "gut" war. Die ersten Gäste nach der Sommerpause sind laut Internetauftritt der Theaterwelt am 10. und 11. September "Baumann & Clausen".


Geburtstag: Phönix Theaterwelt Wittenberg geht in die zehnte Spielzeit

Wie Phönix aus der Asche

Etabliert als Ort der Kunst und Kultur sowie als Plattform der Vereine.

Unter dieser Überschrift veröffentlichte der Super Sonntag am 25.08.2013 folgenden Artikel.

Wittenberg (wg). „Seit zehn Jahren wird das Haus wieder als Theater mit all seinen Funktionsbereichen genutzt - außer den Werkstätten“, erklärt Diana Pielorz, Vorsitzende des Vereins Phönix Theaterwelt Wittenberg, „wir wollen vom Kind bis zum Senior alle Zielgruppen erreichen.“ Man biete anspruchsvolle Veranstaltungen, aber viele Menschen suchten auch Entspannung vom Alltag, deshalb reiche die Palette vom Klassikkonzert über Musical bis zu Comedy. Außerdem habe sich das Haus auch zu einer Plattform für viele Vereine etabliert, daraus habe sich der alljährliche „Aktionstag der Vereine“ entwickelt.

„Ich bin in diesem Theater groß geworden“, berichtet Diana Pielorz. TheateransichtIhre Eltern Karin und Dieter Freydank waren dreieinhalb Jahrzehnte im Ensemble des Mitteldeutschen Landestheaters engagiert. Durch Zufall erfuhr Diana Pielorz, das Theater sollte im Dezember 2003 im Berliner Rathaus Schöneberg vom Landkreis öffentlich versteigert werden: „Wir haben das Objekt ersteigert mit dem Ziel, es als ein Haus für die Kultur zu erhalten, auch wenn es niemals mehr das Landestheater sein würde.“

Das Mitteldeutsche Landestheater wurde im Sommer 2002 geschlossen, dank privaten Engagements konnte der Theaterstandort wieder belebt werden. Foto: Wolfgang Gorsboth

Am 24. Mai 2004 konstituierte sich der gemeinnützige Trägerverein „Phönix Theaterwelt Wittenberg e.V.“ mit dem Ziel, den Theaterstandort unter neuen Rahmenbedingungen als Ort der Kunst und Kultur zu erhalten und zu beleben. „Am Anfang wurden wir als Privattheater bezeichnet, was sachlich falsch ist und uns das Leben erschwert hat“, berichtet Pielorz. Am 1. Juni 2004 startete das Phönix mit einer kleinen Reihe im Foyer, zeitgleich begannen die ersten Renovierungsarbeiten mit Unterstützung durch den Förderverein, vieler Firmen aus der Region und zahlreichen freiwilligen Helfern. „Man darf nicht vergessen, dass das Haus über zwei Jahre lang geschlossen war, der Zahn der Zeit hatte sowohl am Gebäude als auch an den technischen Anlagen mächtig genagt“, sagt Pielorz. Die größte Einzelmaßnahme im Zuge der Wiederbelebung des Hauses war die Renovierung der Studiobühne mit Hilfe der Sparkassen-Stiftung. Etwa 20.000 Euro müssen jedes Jahr in die Wartung, technische Überprüfung und Sanierung des Hauses investiert werden. Die Größe des Theaters verursacht zudem erhebliche Betriebskosten. Auch in der Spielzeit 2013/14 gehen die Sanierungsmaßnahmen weiter: Ein Schwerpunkt wird die Erneuerung der Lichtund Tontechnik der Großen Bühne sein, außerdem wird das undichte Dach über den Künstlergarderoben abgedichtet und der Gehweg vor dem Haupteingang hergerichtet.

Seit sich am 3. September 2004 erstmals der Vorhang der Großen Bühne hob – es gab eine eindrucksvolle „Jedermann“- Inszenierung des neuen theaters halle – haben mehr als 180.000 Zuschauer die Vorstellungen im Phönix besucht. In der Spielzeit 2012/13 gab es 50 Vorstellungen mit 12.300 Besuchern, dies entspricht einer Auslastung von 63 Prozent. „Hier haben wir noch Luft nach oben“, so Pielorz, „leider können wir keine Künstler über ein festes Budget einkaufen, jede Aufführung muss sich deshalb aus dem Kartenverkauf heraus finanzieren.“ Nachteil: Schlecht verkaufte Veranstaltungen müssen kurzfristig abgesagt werden. Die zehnte Spielzeit bietet bis Dezember mehr als 30 Veranstaltungen, Auftakt ist am Samstag, dem 7. September, um 19.30 Uhr ein Konzert von Andrea Kathrin Loewig. Unter dem Motto „Von Kopf bis Fuß“ bietet sie eine musikalische Reise durch die Goldenen Zwanziger, begleitet von Andreas Hartwig am Klavier.

Info:

Vorsitzende der „Phönix Theaterwelt Wittenberg“ ist Diana Pielorz, ihr Stellvertreter Heinz Nastraha, Schatzmeisterin Roswitha Dümichen. Weitere Mitglieder sind Andrea Mehrländer aus Berlin, Dieter Freydank sowie Volkmar Kunze, Wittenbergs ehemaliger Bürgermeister, jetzt Oberbürgermeister von Zeitz, der dem Verein die Treue gehalten hat. Der Name „Phönix“ ist das Ergebnis eines Aufrufs des Fördervereins, für das ehemalige Landestheater einen neuen Namen zu finden. Seit Menschengedenken gilt der Phönix als das Symbol der Wiedergeburt und des Neuanfangs aus dem Vergangenen.

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Reichtum der Stadt zeigt sich in den Vereinen

Rund 400 Mitwirkende verschiedener Wittenberger Vereine präsentieren zum fünften Aktionstag ihre große Bandbreite.

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die "Mitteldeutsche Zeitung" am 25.02.2013 folgenden Atikel:

von UTE KÖNIG

„Frühlingszeit, Frühlingszeit, machst uns das Herz so weit. Frühlingszeit, Frühlingszeit, bringst uns viel Freud.“ Mit diesen Zeilen hat der Reinsdorfer Volkschor am Sonntag den 5. Aktionstag der Vereine in Wittenberg eröffnet. Zum Wetter vor den Türen der „Phönix Theaterwelt“ passte das so ganz und gar nicht. Zum Programm auf der Bühne dafür umso mehr. Denn was die Vereine dort zeigten, war bunt gemischt und brachte sowohl dem Publikum als auch den Mitwirkenden selbst sichtlich Freude.

Es wurde gesungen, getanzt und gekämpft - letzteres natürlich ganz harmlos als Showeinlage der Karate-Abteilung des SV Grün-Weiß Piesteritz, wuchtige Schläge trafen auch „nur“ Holzbretter und Betonsteine - und das den ganzen Tag lang. Langeweile kam aber nicht auf, denn immerhin präsentierten sich 34 Vereine. „Mit drei bis über 70 Jahre sind alle Generationen vertreten“, so Diana Pielorz, Organisatorin des Aktionstags und Vorsitzende des Trägervereins der „Phönix Theaterwelt“.

„Der Reichtum einer Stadt sind nicht nur Häuser und Fassaden“, sagte Wittenbergs Oberbürgermeister Eckhard Naumann (SPD), „sondern auch die Menschen, die aktiv sind.“ Gerade von aktiven Menschen hat die Lutherstadt eine Menge. Rund 400 Leute haben auf der Bühne und hinter den Kulissen dazu beigetragen, dass der Aktionstag der Verein wieder stattfinden konnte. Und vielleicht werden es im nächsten Jahr noch viel mehr. Schließlich sei der Aktionstag nicht nur zum Schauen da, er ist auch eine „Börse für das Vereinsleben“, betonte der Oberbürgermeister.

Diana PielorzAm Tisch der Wittenberger Bürgerwehr gab es deshalb nicht nur Kaffee und Kuchen fürs leibliche Wohl der Gäste. Wer sich für den Piesteritzer Verein interessierte, konnte sich anhand der Plakate informieren, sich Fotos von verschiedenen Veranstaltungen anschauen oder sich ganz direkt mit Vereinsmitgliedern unterhalten. „Wir sind seit dem ersten Aktionstag dabei“, sagte der Vereinsvorsitzende Dirk Hainich, dem die ganze Atmosphäre der Veranstaltung gefällt. „Schon einige Kinder sind seither dazugestoßen.“

Und während die Gesundheitsabteilung und die Abteilung Karate des SV Grün-Weiß Piesteritz auf der Bühne die Erfolge ihres regelmäßigen Trainings demonstrierten, lagen am Infostand des Sportvereins die aktuellsten Infoflyer dazu aus. „Wir haben immer eine ganz gute Resonanz“, sagte Trainerin Bärbel Färber. Das eine oder andere neue Mitglied konnte sie nach den vergangenen Aktionstagen schon im Training begrüßen. Momentan bemüht sich der Verein um ganz junge Sportler (zwei bis vier Jahre) für die „Bonsai-Gruppe“ der Karate-Abteilung. „Da hoffen wir, dass sich nach heute einige melden“, so Färber.

Wiederholung für Bedenkzeit

Und selbst wenn es nicht sofort zu Neuanmeldungen kommt, die Wiederholung des Aktionstages helfe bestimmt, so Diana Pielorz. „Manche Leute schauen sich die Auftritte der Vereine öfter an und entschließen sich dann erst dazu, Mitglied zu werden.“ Einen sechsten Aktionstag wird es deshalb sicherlich geben.


Phönix Theaterwelt startet mit einigen Knallern

Justus Frantz am Flügel ...
... und Alf Mahlo präsentiert als gebürtiger Wittenberger den ganz normalen Wahnsinn.

Unter dieser Überschrift veröffentlichte der "Wochenspiegel" am 23.01.2013 folgenden Atikel:

Wittenberg (wg). Chris Doerk„Wir freuen uns auf den Start in das neue Jahr und hoffen, dass mit der breiten Palette von Veranstaltungen für jeden Geschmack etwas Passendes dabei ist“, sagt Diana Pielorz, Chefin der Phönix Theaterwelt Wittenberg. 23 Veranstaltungen stehen bis Ende Mai auf dem Plan der neunten Spielzeit, die sehr gut angelaufen ist: Von September bis Dezember 2012 sahen 8.300 Zuschauer 30 Veranstaltungen. Eine deutliche Steigerung im Vergleich zur achten Spielzeit, in der es insgesamt nur 32 Veranstaltungen mit 8.000 Besuchern gab.

Diana Pielorz„Wir sind auf Zuschauer angewiesen, denn die Phönix Theaterwelt finanziert sich ausschließlich aus den Einnahmen der Veranstaltungen sowie Spenden und Sponsoring“, erklärt Pielorz. Zuschüsse oder Projektförderung gibt es keine. Ein Teil der Einnahmen muss regelmäßig in das große Haus investiert werden. 2012 waren es allein nur für die Überholung und Erneuerung der technischen Ausstattung etwa 23.000 Euro. Weitere Ausgaben stehen an, unter anderem für die Überprüfung der elektrischen Anlagen.

Zu den besonderen Höhepunkten des Spielplans gehört der Auftritt von Alf Mahlo und Henriette Ehrlich am 26. Januar mit „Der ganz normale Wahnsinn“. Mahlo, 1960 in Wittenberg geboren, freut sich darauf, endlich in der Heimat zu gastieren. Mahlo begann seine Bühnenkarriere 1982 als Gründungsmitglied von „Salto vitale“, einer in Ost- und Westeuropa sowie den USA erfolgreichen Pantomimen-Gruppe.

1990 trennte er sich von „Salto vitale“ und startete seine Laufbahn als Solist, dessen darstellerisches Spektrum vom Komödianten über Sänger und Musiker bis hin zum Entertainer reicht. Seit einigen Jahren tritt er auch als Produzent und Autor von poetischem Bildertheater, Bühnenprogrammen, Events und als TV-Moderator in Erscheinung. Im Phönix gastiert der Erzkomödiant mit seiner Lebenspartnerin, der Schauspielerin Henriette Ehrlich. Beide widmen sich dem Reizthema Psychoanalyse: „Wer ist verrückt, wer ist normal, und wer schätzt das ein? Vielleicht reagieren Verrückte ja nur normal auf eine wahnsinnige Gesellschaft?!“

Am 3. Februar gibt Justus Frantz mit „Mozarts Reise nach Paris“ ein Klavierkonzert im Phönix. Der weltbekannte Pianist und Dirigent zeichnet anhand dreier Klaviersonaten Mozarts Reise von 1778 nach Paris nach.

Kingdom Ukolele OrchestraAm 17. Februar gastiert das „United Kingdom Ukulele Orchestra“. Die Briten spielen in ihrer perfekten Show alles – von Mozart bis Monty Python, von Bach bis Beatles, von Chick Corea bis Rossini, und das alles auf der Ukulele, einem ursprünglich aus Hawaii stammenden Miniaturinstrument.

Chris Doerk und Frank Schöbel machen auf ihrer Abschiedstournee am 2. März auch Station in der Phönix Theaterwelt. Mehr als 30 Jahre sind seit ihrem letzten gemeinsamen Konzert vergangen, nun kehrt das Traumpaar der 60er Jahre der DDR zum letzten Mal zurück mit seinen großen Hits und beliebten Duetten, um sich vom Publikum zu verabschieden.


Kostüme und Accessoires

Versteigerung aus dem Fundus der Phönix-Theaterwelt

Am 25. August verwandelt sich das Foyer zur Fundgrube für alle, die das Besondere suchen.

Unter dieser Überschrift veröffentlichte der "Wochenspiegel" am 14.07.2012 folgenden Atikel:

Diana Pielorz führt Kostüm vor

Wittenberg (wg). „Es ist unsere erste Versteigerungsaktion und wir hoffen auf rege Resonanz“, wünscht sich Diana Pielorz, Vorsitzende des Vereins Phönix Theaterwelt Wittenberg. Seit sich der Trachtenverein vom Kostümfundus des ehemaligen Mitteldeutschen Landestheaters getrennt hat, ist die Phönix Theaterwelt Eigentümerin. „Dieser Fundus spiegelt mehrere Jahrzehnte der Theater- und Kulturgeschichte Wittenbergs wider“, erklärt Pielorz.

Ein über den Bundesfreiwilligendienst beschäftigter Mitarbeiter betreut seit Anfang Juli den Fundus, unterstützt von einer Praktikantin, weitere Stellen sind beantragt. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns, denn der Fundus befindet sich in keinem guten Zustand“, bedauert Pielorz. So müssen die Bestände sortiert und katalogisiert, Konfektionsgrößen und Epochen erfasst werden. Denn nach der Sommerpause des Theaters soll der Kostümverleih für interessierte Bürger starten. Bis dahin müssen etliche Kostüme noch genäht und gereinigt werden.

„Derzeit sortieren wir aus, um Platz zu schaffen, damit wir den Kostümverleih überhaupt logistisch durchführen können“, so Pielorz. Die aussortierten Kleidungsstücke werden am 25. August im Phönix versteigert. Auf einem Laufsteg werden Models die Kostüme präsentieren, anschließend erfolgt die Auktion. „Als Models stehen uns Schüler und Studenten sowie Vereinsmitglieder zur Verfügung, aber wir suchen noch Freiwillige“, berichtet Pielorz.

Im Angebot sind aufwändig gearbeitete Kostüme aus Opern, Operetten und Musicals, aber auch normale Kleidung, die bei Stücken des Gegenwartstheaters Verwendung fanden. Letztere eignen sich nicht für den Verleih und werden gegen wenig Geld abgegeben.

Zusätzlich richtet der Verein einen Verkaufsstand ein, hier sind diverse Accessoires, besondere Hüte und Kissen erhältlich. „Der Erlös kommt direkt dem Kostümfundus zugute, denn wir müssen noch viele Einzelstücke aufarbeiten und zudem viele Garderobenständer für die sachgerechte Lagerung kaufen“, sagt die Theaterchefin.

Mit Beginn der neuen Spielzeit am 6. September 2012 können interessierte Bürger Kostüme im Phönix ausleihen, ob für Fasching, besondere festliche Anlässe oder private Feierlichkeiten. Überdies will die Phönix Theaterwelt den Kostümfundus auch anderen Vereinen zur Verfügung stellen, bei Bedarf einfach telefonisch einen Termin vereinbaren. Die neue Saison startet am 6. September mit Täve Schur als Gast der Studiobühne. Der bekannte DDR-Athlet berichtet über seine Zeit als aktiver Sportler, über die Anfänge der Friedensfahrt und den schweren Stand des DDR-Sports auf internationaler Ebene in den 1950er Jahren. Der neue Spielplan weist bis Ende Dezember 28 Veranstaltungen aus, darunter Kabarett, Lesungen, Konzerte, Kindermärchen und Ballett.

In der vergangenen Spielzeit 2011/12 besuchten 8.000 Zuschauer 32 Veranstaltungen, dies entspricht einer Auslastung von 61 Prozent, in der Vorjahresspielzeit waren es 65 Prozent. „Das Ergebnis ist zufriedenstellend, unsere Zielstellung lautet jedoch 80 Prozent Auslastung“, betont Pielorz.

Die Versteigerung aus dem Fundus der Phönix Theaterwelt ist am Sonnabend, dem 25. August, von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr im Foyer, das bereits ab 9 Uhr geöffnet hat. Für die kulinarische Versorgung sowie für Unterhaltung ist gesorgt. Für die Aktion werden noch männliche und weibliche Models gesucht, die Lust haben, Kleidungsstücke auf dem Laufsteg zu präsentieren. Interessenten melden sich unter Tel.: 03491/42 07 02.


Förderverein bleibt verlässlicher Partner der Phönix Theaterwelt

Mitglieder und Sponsoren gesucht

Unter dieser Überschrift veröffentlichte der "Wochenspiegel" am 16.05.2012 folgenden Atikel:

Neue Spielzeit wartet nach Sommerpause mit einigen Höhepunkten auf.

Wittenberg (wg). „Wir wollen Bewährtes fortsetzen und Neues in Angriff nehmen“, erklärt Horst Dübner, Vorsitzender des Phönix Fördervereins, am Ende der achten Spielzeit. Hauptaufgabe bleibe, den Betreiberverein des Theaters finanziell zu unterstützen, deshalb suche man stets neue Mitglieder und Sponsoren. Wichtig seien auch die Sitzpatenschaften, die pro Spielzeit für 50 Euro vergeben werden: Interessenten können sich für die im September beginnende neue Spielzeit ab sofort melden.

In der vergangenen Saison konnte der Förderverein dem Theater 10.000 Euro zur Verfügung stellen, damit wurden dringende Arbeiten im und am Haus finanziert. Bewährt habe sich der neue Galeriebetrieb im oberen Foyer, dort werden mit Beginn der neunten Spielzeit Arbeiten von Erich Viehweger zu sehen sein. Der bekannte Wittenberger Künstler arbeitete 20 Jahre lang als Ausstattungsleiter am ehemaligen Mitteldeutschen Landestheater (MLT).

„Wir beteiligen uns an den Landesliteraturtagen im Herbst“, berichtet Dübner. In der Inszenierung von Markus Schuliers, Chef des Theaterjugendclubs, werden Musik, Schauspiel und Tanz miteinander verbunden. Eine Ausstellung wird an die Schließung des MLT vor zehn Jahren erinnern, gleichzeitig auch die schwierigen Anfänge als Stadttheater nach dem Zweiten Weltkrieg beleuchten und einen optimistischen Ausblick auf den hoffnungsvollen Neuanfang als Phönix Theaterwelt wagen. Überdies kehrt in der neunten Spielzeit auch das Puppenspiel wieder ins Phönix zurück.

„Sowohl Betreiberverein als auch Förderverein werden künftig eng mit dem Bildungszentrum Lindenfeld zusammenarbeiten, ebenso mit dem Mehr-Generationen-Haus“ berichtet Dübner. Man wolle sich gemeinsam zu einem „kulturpolitischen Dreieck“ vernetzen. Die Sommerpause werde man nutzen, um Ordnung in den Fundus zu bringen, der vom Trachtenverein ins Phönix wechselte. Im August wird es im Innenhof des Theaters ein Hoffest für Mitglieder und Interessenten geben, gedacht ist das Fest als Ideenwiese für Anregung und Kritik.

 


Phönix Theaterwelt übernimmt die Kostüme vom Trachtenverein

Vereine und Privatpersonen können künftig im Theater Kostüme ausleihen

Unter dieser Überschrift veröffentlichte der "Wochenspiegel" am 28.03.2012 folgenden Atikel:

Wittenberg (wg). Der Trachtenverein hat sich vom Kostümfundus des ehemaligen Mitteldeutschen Landestheaters getrennt, Eigentümerin ist jetzt die Phönix Theaterwelt Wittenberg e.V. „Dieser Fundus spiegelt mehrere Jahrzehnte der Theater- und damit der Kulturgeschichte der Stadt wider", erklärt Vereinsvorsitzende Diana Pielorz.

Der Trachtenverein hatte den Fundus im Auftrag der Stadt aufbewahrt, konnte aber nicht viel damit anfangen, weil der Schwerpunkt auf Gewändern des Mittelalters und der Renaissance liegt. Auch die Stadt wollte den Fundus nicht zurückhaben, es gab nur die Alternative, alles zu veräußern oder zu verschrotten.

Der Fundus befindet sich im früheren Verwaltungsgebäude des Theaters und umfasst mehrere Tausend Stücke. „Wir wollen die Kostüme auch für andere Vereine nutzbar machen, es gab in der Vergangenheit etliche Anfragen, unter anderem vom Theaterjugendclub und von Tanzvereinen", berichtet Pielorz. Bereits zum Aktionstag der Vereine konnten einige besonders schöne Kostüme der Öffentlichkeit im Foyer des Theaters präsentiert werden, das Interesse war groß. „Bis wir Kostüme und andere Accessoires ausleihen können, steht noch harte Arbeit vor uns", so Pielorz. Denn der Fundus befindet sich in keinem guten Zustand, etliche Kostüme müssen genäht und gereinigt, der gesamte Bestand muss sortiert und katalogisiert werden. Dafür hat Phönix Stellen beim Bundesfreiwilligendienst beantragt, Arbeitsbeginn ist voraussichtlich zum 1. Juli 2012. Alle Kostüme sollen nach Konfektionsgrößen und Epochen erfasst und fotografiert werden: „Als Ergebnis wollen wir einen Katalog erstellen, der auch im Internet zu sehen sein wird." So könne jeder Interessent bequem von zu Hause aus sein gewünschtes Kostüm bestellen. Die ersten Ausleihen werden nach der Sommerpause möglich sein. Wer auf ehrenamtlicher Basis mithelfen möchte, den Theaterfundus aufzuarbeiten, meldet sich bitte unter der Rufnummer 03491/42 07 02.


Fundus soll an Phönix gehen

VON IRINA STEINMANN, 01.12.11

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die "Mitteldeutsche Zeitung" am 02.12.2011 folgenden Atikel:

WITTENBERG/MZ. Der Trachtenverein trennt sich vom Kostümfundus des Mitteldeutschen Landestheaters, den er bisher im Auftrag der Stadt Wittenberg aufbewahrte und pflegte. Dies erklärte Evelin Ferchland vom Fachbereich "Soziale Stadt" am Mittwochabend im Kulturausschuss des Stadtrates. Die Aufgabe übersteige die Kräfte des Vereins, hieß es zur Begründung. Dessen Arbeitsschwerpunkt liegt bekanntlich ohnehin woanders, nämlich bei Gewändern aus der Renaissance- und Lutherzeit.

Laut Ferchland kann auch die Stadt nichts mit der Hinterlassenschaft des Theaters anfangen und zeigt sich angesichts der Alternative Veräußern oder Verschrotten erfreut über die Absicht des Trägervereins der Phönix Theaterwelt, den Fundus zu übernehmen. "Wir wollen das wieder für Vereine nutzbar machen", so Ferchland. Theaterchefin Diana Pielorz bekräftigte im Ausschuss das Vorhaben, sich auf diese Weise zu engagieren. Der Fundus befindet sich im früheren Verwaltungsgebäude des Theaters, an der Thomas-Müntzer-Straße. Dort hat nach wie vor auch der Trachtenverein seinen Sitz. Mit dem Theaterfundus wird der Verein etwa 150 Quadratmeter an Mietfläche abgeben.

Der Theaterjugendclub "Chamäleon" hatte ebenfalls Interesse an der Übernahme des Fundus gezeigt . Beide Vereine hätten sich geeinigt, sagte hierzu Fachbereichsleiter Horst Schubert, sprich, auch die jungen Hobbyschauspieler werden Kostüme nutzen können. Die Stadt will jetzt einen Vertrag mit dem Phönix-Trägerverein aushandeln. Auch im Auschuss hielt man das für "sinnvoll". Der Fundus mit Kostümen und Accessoires aus mehreren Jahrzehnten Wittenberger Theatergeschichte war nach der Schließung des Mitteldeutschen Landestheaters 2002 in städtisches Eigentum übergegangen.

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